Aktuelles

4. Europäischer Tag gegen sex. Gewalt gegen Kinder am 18.11.

Der „Europäische Tag zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt" ist eine Initiative des Europarates und findet seit 2015 jährlich am 18. November statt. Ziel ist es, das Problembewusstsein in den Mitgliedsstaaten zu schärfen, gegen alle Formen sexueller Gewalt an Kindern anzukämpfen und nationale wie europaweite Aktivitäten besser zu vernetzen und bekannt zu machen. Für den diesjährigen Themenschwerpunkt „Schutz von Kindern vor Missbrauch im Sport" hat der Europarat einen Spot und zahlreiche Informationsmaterialien entwickelt, die von allen Ländern kostenfrei genutzt werden können.

Weitere Informationen: https://www.coe.int/en/web/children/2018-Edition

Bundesweite Kampagne "100% für Beratung"

Die Bundeskoordinierung spezialisierter Fachstellen (BKSF) führt von Oktober 2018 bis Mai 2019 eine Kampagne zur Bekanntmachung der Arbeit von Fachstellen durch. Die Weiche beteiligt sich an dieser bundesweiten Aktion, um als gutes Beispiel zu zeigen, dass eine gesicherte Finanzierung einer Beratungsstelle möglich ist. Außerdem möchte sie auf die Wichtigkeit der Beratungstätigkeit und der Versorgung Betroffener aufmerksam machen.

Spezialisierte Fachstellen wie die Weiche unterstützen und begleiten auf vielfältige Art und Weise und sind oft die ersten Anlaufstellen. Darum ist es notwendig, dass die Bevölkerung Kenntnis von dieser Möglichkeit hat.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie entweder

- im Netz unter: https://100pro-beratung.de/

- auf Facebook: @ FachberatunggegensexuelleGewalt

- auf twitter: #100%fürBeratung

- oder auf instagram: #100%fürBeratung 

"Trau Dich!" zum zweiten Mal im Landkreis Eichstätt

Am 12.10.2018 machte die Initiative der BzGA "Trau Dich!" mit dem gleichnamigen Theaterstück erneut in Eichstätt Station. Ermöglicht wurde dies durch die Zusammenarbeit von Jugendamt und Schulamt, die Projektverantwortung übernahm wie auch schon 2017 die Weiche. In zwei Aufführungen verfolgten über 500 SchülerInnen im Alten Stadttheater gebannt das Stück zum Thema Grenzen, Selbstbestimmung, Nein sagen und Prävention von sexuellem Missbrauch. Doch die Dritt- und Viertklässler waren nicht nur passive Zuschauer, sondern wurden von den Schauspielern aktiv in das Stück miteinbezogen. So wurden die Kinder bereits vor dem Stück zu ihren Gefühlen befragt oder wem sie denn ein Geheimnis anvertrauen würden. Ein Teil der Antworten wurde dann im Verlauf der Aufführung wiedergegeben.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter https://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Theaterstueck-Trau-Dich-Kinder-duerfen-Nein-sagen;art575,3946864

Kein Raum für Missbrauch! Fortbildung für Kitapersonal

Die Prävention sexuellen Missbrauchs stellt eine große Herausforderung für alle dar, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Meist besteht jedoch eine große Unsicherheit beim Thema Sexualität im Allgemeinen und beim Umgang mit einem Verdacht auf sexuellen Missbrauch im Speziellen. Aus diesem Grund fand am 15. Mai im Landratsamt Eichstätt eine Fortbildungsveranstaltung für Kita-Leitungen und Kita-Mitarbeiterinnen statt.

Veranstalter war die WEIche, die Fachstelle gegen sexuelle Gewalt im Landkreis Eichstätt. Unter dem Thema "Kein Raum für Missbrauch! Ein sexualpädagogisches Konzept entwickeln und Kinder schützen" kamen über 20 Teilnehmerinnen aus verschiedenen Krippen, Kindergärten und Horten aus dem Landkreis zusammen. Einen ganzen Tag lang beschäftigten sie sich mit den verschiedenen Facetten der Sexualität, der sexuellen Entwicklung von Kindern, "Doktorspielen" und sexuellen Aktivitäten von Kindern, der Erstellung eines sexualpädagogischen Konzepts und wie man dies alles in der Zusammenarbeit mit Eltern transparent umsetzen kann.

Neben den theoretischen Inhalten, die von den beiden Mitarbeiterinnen der WEIche, der Sozialpädagogin Anna Karg und der Psychologin Angelika Söder, dargestellt wurden, war auch viel Zeit für einen anregenden Austausch untereinander. So entstanden intensive Diskussionen über die Art und Weise, wie man Sexualpädagogik bereits im Kleinkindalter altersangemessen gestalten kann und wie das pädagogische Personal selbst mit Nacktheit und Sexualität umgeht. Vor allem durch die vielen Praxisbeispiele der Teilnehmerinnen und der Referentinnen konnten alle Anwesenden wertvolle Erfahrungen und Tipps für ihre Arbeit mitnehmen. Als positive Erkenntnis stellten die Teilnehmerinnen zum Schluss fest: "Die Veranstaltung gibt Sicherheit, und es ist hilfreich zu wissen, dass man nicht alleine dasteht".